Thema: Meine Gedankentexte

Eröffnet am 10.09.2018 um 21:26 Uhr

Unloved-lady 10.09.2018 21:26

Hallo zusammen,

da ich öfter mal das was mir in meinem Kopf rum spuckt aufschreibe, in so einer Art Kurzgeschichte oder selten auch mal als Gedicht und es gut tut, Gedanken zuteilen, dachte ich mir, dass ich die hier gerne mit euch Teilen möchte. Da ich das ja in eine Art Geschichte verpacke, stimmt nicht immer alles exakt mit meine Gedanken über ein, manchmal kann es auch ei fach nur ein Wunsch sein, denn ich da so nenne, als wäre etwas passiert oder auch die Angst vor etwas.

Wer mag, kann auch gerne ein Kommentar dazu abgeben oder seinen eigenen Text teilen.

Liebe Grüße
Unloved-lady

Zuletzt editiert am: 10.09.2018 21:31, von: Unloved-lady


Ich bin zu schwach um weiter zu kämpfen, aber zu stark um aufzugeben
Unloved-lady 10.09.2018 21:28

Tag für Tag erzählst du es geht dir gut. Dabei war es kein Tag wirklich so. Du verschweigst die Tränen, die du in der Nacht vergossen hast. Du konntest dem Druck nicht standhalten und hast es wieder getan.  Es tat gut, wie die unzähligen Male zuvor.
Du sitzt im Bus und bist auf dem Weg nach Hause, In deinem Kopf herrscht das totale Chaos. Du schaffst es nicht einen klaren Gedanken zu fassen. Deine Musik ist auf voller Lautstärke, so dass du das was um dich rum passiert nicht mitbekommst.
Zuhause setzt du wieder dein falsches Lächeln auf weil du nicht willst, dass deine Familie merkt wie beschissen es dir geht. Denn eigentlich sind sie ja der Grund dafür, doch wenn du es ansprichst, dann bist du selbst Schuld. Du hast es Jahrelang geübt und bist mittlerweile Profi darin andere zu belügen.
Du verkriechst dich in dein Zimmer drehst deine Anlage auf, dann schaltest du das Licht aus und setzt dich auf dein Bett. Du weißt nicht was du jetzt tun sollst. Das Chaos in deinem Kopf wird immer größer, genauso wie der Druck.. Du musst jetzt etwas tun um es abzulassen... Du gehst an deine Komode, dort wo du deine Klinge versteckt hältst. Du setzt an... Erleichterung kommt auf, auch ein kleines Lächeln huscht über deine Lippen, doch diesmal war es echt.
 

Ich bin zu schwach um weiter zu kämpfen, aber zu stark um aufzugeben
Unloved-lady 11.09.2018 21:47

Deine Gedanken lassen dich nicht in Ruhe. Die Gedanken an ihn.
Was wird passieren, wenn ihr alleine seid?
Wird er gute oder schlechte Laune haben?
Wird er dir etwas tun?
Wirst du dich schützen können?
Wirst du dir dann auch wieder etwas antun?
Was ist, wenn er dir etwas tut und du dich nicht schützen kannst?
Machst du dir wieder zu viele Sorgen? Unnötige Sorgen? Wie so häufig? Warum kannst du es nicht einfach mal sein lassen?
Es ist noch soviel Zeit bis dahin. Warum kannst du dich nicht einfach mal auf das konzentrieren, was jetzt bald kommt und nicht auf das, was vielleicht erst in zwei Monaten ist. Du weißt es, dich schaffst es einfach nicht, dich von deinen Sorgen zu lösen. Es hat dir nicht mal geholfen deine Sorgen zu teilen. Die Gedanken sind immer noch da. Doch es verhält sich nicht nur bei diesem Thema so, es ist bei so vielen so. Es lässt dich einfach nicht los. Nachts schaffst du es auch nicht, deshalb liegst du nachts auch oft laange wach. Wenn du versuchst dich abzulenken, dann klappt das nur kurzzeitig oder teilweise. Sobald du mit dem was tu tust, aufhörst, sind deine Gedanken sofort wieder da.
Nun schreibst du deine Gedanken auf. Doch, ob es hilft, weiß du nicht. Deine Gedanken lähmen dich. Du bist kaum in der Lage etwas zu tun. Du würdest jetzt gerne einfach verschwinden, geistig verschwinden, deinen Gedanken entfliehen. Deine Gedanken in eine Kiste oder sowas stecken und dann an einem Ort verschwinden, an dem du andere, positive, schöne Gedanken sammeln kannst. Gedanken die stärker sind als deine Sorgen.

Ich bin zu schwach um weiter zu kämpfen, aber zu stark um aufzugeben
CharlotteBranwell 16.09.2018 14:31

Hi.
Ich finde, dass du sehr gut schreiben kannst - nicht nur von Rechtschreibung und Grammatik her, sondern auch von der Wortwahl. Mir fällt es leicht, deine Gedanken nachzuempfinden und ich kann bei dem, was du da schreibst, mitfühlen.
Außerdem finde ich es sehr mutig, diese Texte hier zu teilen - sie sind ja doch sehr persönlich. Ich schreibe selber viel, habe auch ein "Gedankenheft" und eine schwarze Kiste, wo ich die negativsten Sachen aufbewahre - doch niemand weiß davon, niemand kennt diese Texte.
Nur ein Rat, weil du hier ja öffentlich im Forum schreibst: Pass auf, dass du nicht zu genau über SVV berichtest.

Schreiben ist eine sehr gute Art, Gefühle und Gedanken auszudrücken und mir hilft es auch sehr. Ich habe inzwischen auch schon so einige Gedichte, Stimmungsbilder und einfach irgendwelche Texte oder auch Kurzgeschichten verfasst. Danach geht es mir oft besser oder es ist eben eine Erinnerung, ich versehe immer all meine Texte mit einem Datum.
Manchmal zeichne ich auch, teilweise ergänze ich das Bild dann mit kurzen Kommentaren, Stichwörtern oder einem Text - das passiert immer dann, wenn ich keine Worte finde, um das, was in mir ist, zu beschreiben.
Die Bilder und die Texte müssen nicht gut sein, denn ich mache es nur für mich.
Liebe Grüße
Charlotte

Stay strong! Keep going!
Unloved-lady 16.09.2018 18:14

Hallo Charlotte,
vielen Dank für dein Feedback!
Die Texte sind nichts Besonderes, einfach nur das, was ich denke.

Liebe Grüße
Unloved-lady

Ich bin zu schwach um weiter zu kämpfen, aber zu stark um aufzugeben
Unloved-lady 19.09.2018 22:16

Eine weiter Nacht ohne ausreichend Schlaf.
Was ist es, dass dich nicht schlafen lässt?
Was ist es, dass dich jede Nacht zur gleichen Zeit aufwachen lässt?
Was ist es, dass nicht wieder, oder nur schwer wieder einschlafen lässt?
Warum ist es da?
Wie wirst du es wieder los?
Du weißt, dass da etwas ist, aber wenn es wieder da ist, dann ist da auch irgendwie nichts.
Due siehst es nicht, du riechst es nicht, du hörst es nicht, aber du fühlst es. Du spürst die Existenz.
Diese Nächte sind so lang, anstrengend und sie rauben dir den Verstand. Sie lassen dich nicht klar denken, sie machen deine eigentlich gutgeordneten Gedanken zur Müllhalde. Zu einer Müllhalde voll mit Gedankenschrott.
Warum kannst du es nicht sehen oder hören? Es fragen, warum es da ist? Ihm sagen, dass du gerne wieder schlafen willst. Du bist doch so müde. Müde, weil es dich nicht schlafen lässt.
Nicht mal das Lesen eines Buches lässt es verschwinden.
Ist es auch für deine komischen Träume, dessen Sinn du nicht verstehst, dessen Zusammenhang du nicht siehst verantwortlich
Du gibst die Hoffnung nicht auf, dass es auch mal müde wird und Ruhe braucht, so dass du wieder schlafen kannst. So schlafen, dass du am Morgen auch erholt aufstehen kannst.

Irgendwie ergibt dein Text für dich keinen Sinn. Er gefällt dir nicht. Aber er hat dir geholfen, deine Gedanken ein wenig zu ordnen. Die Müllhalde eine wenig aufzuräumen.

Ich bin zu schwach um weiter zu kämpfen, aber zu stark um aufzugeben