Thema: Therapie

Eröffnet am 26.12.2019 um 02:57 Uhr

Anonymous!!! 26.12.2019 02:57

Hallo,

Es tut mir leid schon mal im Voraus wegen dem Beitrag. Denn das ist ja gar nicht so wichtig also mein Problem. Außerdem tut es mir leid das ich nicht so gut schreiben kann. Und ich weiß auch nicht in welches warum ich den Beitrag so wirklich reinstellen soll ... wünscht ist/Stadt/nervt/falsch ist was er wahrscheinlich sowieso ist .. einfach löschen.
Ich möchte andern wirklich nicht den Platz für ihre Beiträge wegnehmen wenn diese vier wichtiger sind als meiner.

Also ich habe zwei hauptsächliche Problem auch noch andere aber um sie soll es erst mal nicht gehen: denn wie gesagt ich möchte niemanden nerven mit meinen Beiträgen und ich nerve schon genug mit diesem und daher werde ich mich nur um das wichtigste kümmern: auch nur weil ich so langsam ich nicht mehr weiß was ich machen soll. Ich weine jeden Abend und ich weiß keinen anderen Ausweg aus der Situation aus als hier zu schreiben. Ich habe eine Person mit der ich darüber reden kann aber ich möchte ihn nicht schon wieder mit dem Thema nerven. ... er sagt das ist nicht nervt und dass er mir gerne hilft und so .. aber trotzdem. Ich bin auch sehr dankbar für jede Hilfe die ich bekommen kann.

Also mein erstes großes Problem was ich zur Zeit aktuell im Moment habe ist dieses: also in der Schule wurde ich angesprochen von einem Lehrer ob ich mir vorstellen könnte psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gab dafür auch einen Grund aber ich beschreibe diese nicht mehr weil ich nicht erkannt werden möchte. Und das Problem ist ich soll im Januar meine Entscheidung mitteilen. Jedenfalls hat er gesagt er möchte mich dann wieder darauf ansprechen sofern ich ihn richtig verstanden habe. Und bis Januar ist es nicht mehr lange und bis die Schule anfängt auch nicht in meinem Bundesland. Und eigentlich steht meine Entscheidung schon seit langem fest. Auch in meiner alten Schule wurde ich darauf angesprochen aber dort ist es leider schlecht geendet. .. die Entscheidung ist eigentlich das ich es gerne tun würde. Denn ich merke das ich viele Probleme haben mit denen ich nicht klarkomme und dass ich mich noch mal für heute. Und ich weiß dass es später im Job Schwierigkeiten geben wird und dass es irgendwann sowieso keinen anderen Weg geben wird. Aber ich kann einfach nicht. Ich kann keine Hilfe Anspruch nehmen von diesen Menschen obwohl ich es sehr gerne würde und ich eine Therapie gerne machen würde. Aber ich kann keine Therapie machen. Aber ich kann es den anderen mit Menschen die um mich rum sind nicht erklären außer einer Person. Aber diese Person weiß nicht dass ich eine Therapie machen möchte und ich glaube er würde es mir auch nicht empfehlen. Aber ich würde es gerne machen weil ich selber merkt dass ich nicht mehr klarkomme und ich möchte nicht zu denken. Aber ich kann keine Therapie machen und jemand versteht die Gründe dafür. Ich hab’s versucht alles zu erklären meiner Mutter, meinem leeren, meinen Geschwistern, meinen anderen Freunden wirklich allen. Aber sie versteht mich nicht!

Mein zweites Problem ist dass ich nicht 18 werden möchte. Ich werde bald 18 aber ich möchte das nicht und habe Angst davor. Aber das versteht auch niemand. Was verstehen überhaupt andere? Warum bin ich nur so unnormal

Lg Anonymous

Erst ignorieren sie dich,

Dann lachen sie über dich,
Dann bekämpfen sie dich,

Und dann gewinnst du.
Regenbogenkind 26.12.2019 11:09

Hey Anonymus,

Erstmal finde ich es sehr mutig von dir, dass du hier deine Problematik geschildert hast! Ich versuch Mal drauf einzugehen und vllt können wir zusammen schauen, wie du die Dinge gut für dich hinkriegst, ja? Es wird sich aber noch ein*e Berater*in melden und dann aus der Fachseite antworten!

Ich hab gaanz viele Fragen.. wenn du darauf nicht antworten willst, oder kannst, ist das natürlich okay - mir würde es nur helfen, dich besser zu verstehen - wenn gleich du schreibst, du willst deine Anonymität nicht schaden, was auch sehr vernünftig ist...deswegen schau einfach selber, was geht und was nicht. Ansonsten kannst du auch eine Einzelberatungen starten, da kann nur dein*e Berater*in die Dinge lesen ( naja und die Leitung :) ) und da ist es dann ein wenig geschützter;)

Aber genug gelabert...

Darf ich fragen, weshalb dir der Lehrer empfohlen hat zu einem Psychologen zu gehen? Und meint er damit den Schulpsychologen oder einen Therapeuten außerhalb der Schule? Weißt du eigentlich, dass Therapeuten eine sehr strenge Schweigepflicht haben und da du bald 18 wirst auch den Eltern gegenüber? Ausnahme sind extreme selbst und fremd Gefährdung! Und eigentlich die Frage die sich mir am meisten stellt, vor was hast du Angst oder was hindert dich zum Therapeuten zu gehen? Du schreibst, keiner versteht dich, dass das nicht geht. Versuchst du es den Leuten denn zu erklären? Grad verstehe ich es nämlich auch nicht, aber alleine aus dem Grund, dass du es nicht ausformulierst, sondern 'nur' damit begründest es geht einfach nicht. Bei mir wirft das nur ganz viele Fragezeichen auf - und vllt ist das bei anderen auch so?

Du schreibst von einem guten (Kumpel?). Woher kennst du ihn? Was hat er für einen Stellenwert bei dir und wie sehr vertraust Du ihm? Und wieso glaubst du würde er dir abraten zu einem Therapeuten zu gehen?

Zuletzt schneidest du noch das Thema 18 Geburtstag an - ich kann deine Ängste verstehen, wenn gleich die ja tausend verschiedene Ursprünge haben können....möchtest du schreiben, weshalb du Angst hast? Ich weiß nicht, ob es dir hilft... Ich hatte auch panische Angst vor meinen 18 Geburtstag- ich hoffe und denke, dass das aus ein paar anderen Gründen war- schlussendlich ändert sich aber trotzdem nicht so viel, außer dass du zu mehr berechtigt bist, mehr Verantwortung zugeschrieben bekommst, Verträge selber schließen darfst. Zu erwachsenen Ärzten musst, und so organisierten Kram... Aber ansich bleibst du du. Egal wie alt du bist. Deswegen wirst du ja kein anderer Mensch?

Ich freue mich über deine Antworten auf die Fragen.
Auch, wenn ich weiß, dass das ganz ganz viele sind und die vielleicht auch für dich zu persönlich - deswegen überprüf für dich selbst, wie viel geht und wie viel eben nicht. Du bestimmt hier und du setzt deine Grenzen, ja?

Bis dahin.. alles gute und Pass auf dich auf!

Viele Grüße
Regenbogenkind
Anonymous!!! 26.12.2019 12:39

Hi Regenbogenkind und danke für deine Antwort.


Tut mir leid wenn ich unverständlich geschrieben habe. Also der Lehrer an meiner Schule meinte keinen Schulpsychologen sondern einen normalen Psychologen/Therapeuten. Es gab einen Vorfall dir dies auslöste.

Und mal zu deinen anderen Fragen:

Ich kann nicht zu einem Therapeuten gehen weil ich weiß dass er sich nicht ich bin dumm anhört und dass mir eh niemand glauben wird aber mir wurde einfach mal so jahrelang eingeredet dass Therapie etwas sehr schreckliches ist. Mittlerweile weiß ich dass es nicht so ist aber es ist irgendwie so in meinem Unterbewusstsein keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Ich kann nichts dagegen tun. Sobald ich etwas über Therapien höre oder mich intensiver damit auseinandersetzen ... empfinde ich sofort Gefühle liegen, Angst, Traurigkeit und vieles weiteres. Tut mir leid wenn ich nicht näher darauf eingehen kann aber mir wurde halt gesagt das ich es nicht öffentlich erzählen kann.

Außerdem weiß ich nicht ob ich jedoch über ausführlicher schreiben darf. Ich weiß nicht was dann passieren würde.

Wegen der anderen Sache die Person die ich meinte ist ein sehr guter Freund von mir und ich vertraue ihm. Aber er würde es mir glaube abraten weil erstens ein Familien Mitglied von ihm eine Therapie gemacht hat und ich glaube nicht dass er das so gut fand und zweitens weil sich meine Geschichte wiederholen könnte.

Ich weiß das mit der Schweigepflicht aber es beruhigt mich nicht. Ich finde es wäre besser wenn der Mensch der bei mir in dem ich vertrauen könnte. Denn alleine habe ich zu viel Angst.

Und ich möchte nicht 18 werden, weil ich eine körperliche Behinderung habe und dann bekommt man einen Betreuer und hat keine Freiheit mehr.

L g Anonymous

Erst ignorieren sie dich,

Dann lachen sie über dich,
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Und dann gewinnst du.
Laura P. Teamer(-in) 26.12.2019 20:08

Hallo,
Mein Name ist Laura, ich bin Beraterin hier bei Beratung4Kids.
Also zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass du hier sicherlich niemanden auf die Nerven gehst. Du darfst hier alles schreiben was du magst und dein Beitrag ist genauso wichtig wie von jedem anderen hier auch. Hier darf, kann und soll jeder zu Wort kommen, der möchte. Ich finde es toll, dass du den Mut gefunden hast dich hier zu melden. Danke dafür :)

Du schreibst, dass ein Lehrer dir vorgeschlagen hat, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was denkst du denn darüber? Also was sagt dein Bauchgefühl? Du könntest dich dafür entscheiden und einfach mal ein Gespräch mit einer Psychologe/Psychologin führen und dich danach entscheiden, ob das für dich eine Unterstützung wäre. Du sagst, dass du keine Hilfe in Anspruch nehmen kannst. Ich finde das stimmt nicht, denn du nimmst ja bereits Hilfe in Anspruch indem du hier schreibst. Es mag vielleicht nur ein kleiner Schritt in diese Richtung, aber ein kleiner Schritt ist besser als gar keiner. Du sagst ja, dass du gerne Hilfe in Anspruch nehmen willst, vielleicht kannst du es wie gesagt einfach mal ausprobieren. In der Regel finden bei einem Psychologen 5 probatorische Sitzungen statt - sogenannte Kennenlern-Sitzungen. Wenn du nach 5 Sitzungen sagst, dass du mit der Psychologin nicht zurecht kommst, kannst du wechseln. Übrigens, einem Psychologen gegenüber kannst du immer ehrlich sein und vor allem unbesorgt sein, dass du sie nerven könntest.
Magst du vielleicht schildern, warum du keine Therapie machen kannst?

Du schreibst außerdem, dass du Angst davor hast 18 zu werden. Das Problem haben im Übrigen viele Jugendliche. Sobald man 18, ist man Erwachsen und das bedeutet Verantwortung. Das ist ein Schritt, welches viele Jugendliche überfordert - du bist damit also nicht alleine damit! Auch ich kann dich sehr gut verstehen. Als ich 18 wurde, hatte ich auch dieses Gefühl überfordert zu sein und vorallem Angst alleine da zu stehen. Kann mir vorstellen, dass es bei dir ähnlich ist. Leider kann keiner die Zeit aufhalten und wir müssen uns dem Kampf der Zeit stellen. Auch wenn es sich nicht so anfühlt im Moment, du wirst diesen Kampf gewinnen!

Wenn du genauer und im Vertrauten darauf eingehen willst, darfst du dich gerne bei uns der Einzelberatung oder auch in der Sprechstunde melden!

Ganz liebe Grüße
Laura

Zuletzt editiert am: 26.12.2019 20:12, von: Laura P.


Laura
Teamerin
Beratung4Kids
Anonymous!!! 26.12.2019 21:18

Dankeschön für die Antwort. Aber ich habe immer Angst Personen zu nerven mit meinen Problemen. Ich bin eben einfach nicht normal. Und das nervt Leute was ich auch verstehe.

Und zu den Fragen:

Erstens ich hab schon in einer vorherigen Antwort geschrieben warum ich keine Therapie machen kann.

Zweitens ja ich kann Hilfe annehmen übers Internet aber wenn du vor mir ein Therapeut ist und mir Fragen stellen kann ich es nicht. Weil übers Internet ist das was anderes weil da werde ich nicht gesehen und nicht berührt. Außerdem gibt es da keine Türen die man auf/zuschließen kann. Wenn ich eine Therapie machen würde dann würde da einen Therapeuten oder eine Therapeutin sitzen und mir ganz viele Fragen stellen die ich alle beantworten müsste und dann wäre ich überfordert und was würde ich dann machen? Außerdem müsste ich dann mit dieser Person interessieren und das kann ich nicht. Weil dann würde er/sie mich Z. B. Berühren und das kann ich gar nicht ertragen. Außerdem bin ich dann in einem geschlossenen Raum mit einer solchen Person und das macht mir Angst. Außerdem müsste ich dann diese ganzen Fragen beantworten. Und wenn ich das nicht tun würde würde ich Panik bekommen und dazu noch Ärger von dem Therapeuten/Therapeuten und wieder dann aussehen mag möchte ich mir nicht vorstellen ehrlichgesagt.

Drittens ich weiß das mit den fünf Sitzungen ich weiß alles über dieses Thema ich brauche keine Erklärung. Aber gerade weil ich es weiß kann ich dort nicht hingehen. Denn ich habe kein Bock darauf dass wenn ich einen Nervenzusammenbruch kriegt das der jemand ist der falsche Information in meiner Akte schreibt und dass ich dann in eine geschlossene Psychatrie kommt. Und was dort passiert brauche ich ja wohl nicht erklären. Und die Nervenzusammenbruch kriege ich wegen den Fragen die mich überfordern aber das juckt dann ja keinen mehr. Außerdem will ich keine Medikamente nehmen denn die haben schlimme Nebenwirkungen. Ich möchte nicht alle Fragen die man mir steht sofort beantworten müssen. Außerdem möchte ich auch nicht dass man so komischen Bewegungen zu Person mach die morgen sind. Weil ich war mal bei einer Psychologin und meine Mutter war dabei und sie hat die ganze Zeit meine Mutter an Bewegung gemacht und nicht mit mir gesprochen so wirklich. Außerdem hat sie mir mit 13 Jahren ein Medikament verschrieben was gar nicht geht.

Ich mach mir immer Gedanken ob ich eine Person nerven mit meinen Aussagen/Beiträgen wenn ich Probleme habe. Das würde ich beim Psychologen nachdem ich meine Angst endlich überwunden habe vermutlich auch tun. Das ist einfach so und man kann es nicht ändern weil es ist ein Teil von meiner Persönlichkeit und ich will es auch gar nicht ändern.

Und zum Schluss noch eine Sache: ich möchte nicht wegen der Verantwortung nicht 18 werden. Ich wäre auch froh wenn ich die Verantwortung hat. Sondern weil ich habe eine körperliche Behinderung und dann kriegt man einen Betreuer und darf nicht frei leben.

L g
Anonymous

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Laura P. Teamer(-in) 26.12.2019 23:09

Hallo,
Nun, du musst in einer Therapie nichts erzählen, was du nicht erzählen willst und die Fragen dienen meist nur zum Verständnis. Der Therapeut möchte ja auf dich eingehen und das geht nur indem man gezielt fragt. Wenn du jedoch eine Frage nicht antworten kannst oder möchtest, ist das völlig in Ordnung und niemand wird dir den Kopf abreißen deswegen. Im Gegenteil, man wird versuchen es zu einem späteren Zeitpunkt zu erfragen oder man sucht nach anderen Möglichkeiten. Die Sprache ist nicht das einzige Kommunikationsmittel in einer Therapie. Manchen Klienten und Patienten hilft es auch sich schriftlich zu äußern und das wissen die Therapeuten auch. Wenn du mit einer Frage überfordert bist, kannst, darfst und sollst du das auch ansprechen, so weiß der Therapeut wo er vorsichtiger sein muss. Klar, die Vorstellung sich in Therapie zu begeben mag beängstigend sein, wegen möglicherweise unangenehmen Fragen oder Gesprächsthemen, aber erstens der Therapeut hört tausend solche Geschichten und zweitens es ist ja alles nur zu deinem Besten.
Therapeuten (Psychologen) dürfen dir kein Medikament verschreiben und du musst auch nichts nehmen, was du nicht willst. Ich kann dir nur empfehlen, diese Sorgen und Ängste, dass du eventuell zu Dingen genötigt wirst, die du gar nicht willst, einfach bei der Therapeutin anzusprechen. Meistens reagieren diese ziemlich cool darauf und nehmen dir die Angst indem sie dir erklären, wie diese weiter vorgehen werden. Wenn du es ohne Medikamente versuchen willst, wird kein Therapeut sagen, dass er dich nicht unterstützen wird. Wenn der Therapeut später aber merkt, dass es mit Medikamenten leichter wäre, könnte dieser höchstens Ratschläge diesbezüglich geben. In die Psychiatrie wirst du eigentlich auch nicht gegen deinen Willen eingeliefert, es sei denn du stellst eine akute Selbst- und/oder Fremdgefährdung da. Ansonsten kann auch da nur eine Empfehlung ausgesprochen werden. Ob du die Empfehlung annimmst oder ablehnst, kannst du dann immer noch entscheiden.

Du hast die Entscheidungsgewalt in der Therapie und du kannst auch die Grenzen setzen! Im Übrigen, du kannst den Therapeuten immer fragen, was sie zu bestimmten Sachen denken.
Du schreibst auch, dass du eine körperliche Behinderung hast, magst du das genauer schildern?

Liebe Grüße

Laura
Teamerin
Beratung4Kids
Anonymous!!! 27.12.2019 10:41

Hallo und danke für die erneute Antwort. Leider nur sind auch einige Dinge falsch. Ich weiß schon wie es ist also die Therapeuten sagen Z. B. Entweder du nimmst ein Medikament oder du kommst in die Psychatrie. Das habe ich schon oft gehört. Außerdem erklären Sie es nicht sondern sie nutzen es richtig aus.

Ich weiß das weil eine Freundin von mir hat auch eine Therapie gemacht und dann ist sie in eine Klinik gekommen. Und bei ihr haben sie es richtig ausgenutzt und sie richtig Scheiße behandelt ... z. B. Meine Freundin ist auch noch unter 18. Und sie haben ihre Mutter einfach Dokumente gegeben und gesagt sie soll sie unterschreiben. Aber die Mutter hat gar nicht verstanden was drauf steht. Und dann haben sie es ihr wieder erklärt in englischer Sprache aber sie hat es auch nicht verstanden. Und dann hat sie gefragt was darauf steht. Und ja und dann haben wir sie übersetzt. Aber die haben gesagt dass das angeblich nur eine Einwilligung für eine Therapie ist aber in Wirklichkeit war es eine direkte Einweisung in die Klapse. Aber sie wusste es ja nicht. Auch bei anderen Dokumenten haben sie es gemacht. Weil sie wollte eigentlich nicht mal das das Kind in die Psychatrie geht aber die haben es einfach gemacht dass sie es nicht versteht. Außerdem haben sie gesagt dass sie nicht entscheidungsfähig ist obwohl es nicht stimmt!!! Nur weil sie die Dinge nicht versteht. Aber dann muss man sie halt vernünftig erklären und nicht so ein Scheiß abziehen. Und das war nur mal ein Beispiel. Früher musste ich selber ständig zu irgendwelchen Psychologen rennen und die waren auch nicht gerade nett zu mir. Wir haben überhaupt nicht mit mir gesprochen meine Mutter war im Raum und die haben nur Handbewegungen zu meiner Mutter gemacht und gedacht dass ich es nicht bemerkt. Habe ich aber! Außerdem haben sie mir mit 13 Jahren ein Medikament verpasst. Angeblich ein pflanzliches aber mir scheißegal. Wann gibt keinen 13-jährigen Kindern Medikamente diese Scheiß Psychopharmaka!

Oder zum Beispiel auch ich war dort und die haben mir verboten die Hände zu bewegen. Was ist daran so schlimm wenn man die Hände bewegt? Angeblich ist man dann zu unruhig aber es ist doch nicht schlimm wenn man seine Hände bewegt. Ja es stimmt ich habe einen sehr starken Bewegungsdrang aber das ist ebenso! Ich möchte ihr Hilfe für meine Problem und nicht das einer mir verbietet mich zu bewegen! Dem hat es nichts gebracht sondern eher im Gegenteil weil seit dem Tag bewege ich mich nämlich noch viel mehr!

Und außerdem war ich auch schon mal bei einer Psychologin und ich konnte deine Frage nicht beantworten. Da hat sie mir einen blöden Kommentar gedrückt. Und mit dem schriftlich äußern geht bei mir auch schwierig.

Ich würde gern diese ganzen Dinge plus noch die anderen Dinge die ich alle Gewalt weiß/gelernt habe gerne vergessen. Aber was soll ich denn machen wenn es so ist? Ich kann es ja nicht ändern dass es so ist.

Und ich weiß die sagen das auch dass man nichts beantworten muss aber es ist nicht so!

Außerdem ist ja auch noch ein Problem, dass die immer diese Scheiß Tür zu machen und dass mir das Panik macht. Und außerdem kann ich nicht mit Berührungen umgehen.

Und ich habe noch eine Frage: und zwar wer hat denn das eigentlich gesagt dass es in Therapien so toll also ist? Also ich meine das dass man nichts beantworten muss? Wer hat das denn gesagt? Also ich mein auch wo lernt man denn das? Und wie kann es dann sein das immer wieder so viele Leute auch hier schildern dass die Therapeuten ihnen drohen oder Ähnliches oder auch was anderes was in meinen Augen schon gar nicht mehr geht und das dann trotzdem noch gesagt wird dass es gut ist? Wie kann das sein? Tut mir leid falls ich so dumme Fragen stelle aber ich möchte es mal gerne verstehen wie man so denkt? Weil ich denke ja nicht so. Aber ich würde gern auch wieder anfangen so zu denken nur ich weiß halt nicht wie das kommt weil es ist merkwürdig.

Und ich hab auch noch eine Frage: ja ich weiß ich stelle viel zu fragen und es tut mir leid das ich so viele Fragen stelle: aber was mache ich denn wenn ich in der Therapie bin und ich möchte etwas sagen aber ich weiß keine Wörter dafür. Das passiert mir sehr oft auch im Alltag. Z. B. Einmal habe ich mit meinem Freund gesprochen und ich wollte ihm etwas wichtiges mitteilen und er hat nur gefragt was meinst du denn?. Und ja ...

Tut mir leid für meinen viel zu langen Beitrag. Und dass ich leider manchmal nicht so ganz sachlich geblieben bin aber solche Dinge regen mich auf.

L g

Anonymous

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Laura P. Teamer(-in) 27.12.2019 21:45

Hallo,
Zunächst einmal tut es mir Leid, dass du solche Erfahrungen machen musstest. Mir scheint so, als ob so gar nicht auf deine Bedürfnisse eingegangen wurde. Dein Fall ist aber definitiv eher die Ausnahme als die Regel, denn für gewöhnlich reagieren und agieren Psychologen/Therapeuten so, wie ich in den vorigen Antworten geschildert habe. Deswegen kann ich dir nur weiterhin Mut machen, es doch nochmal zu versuchen.

Und eine Einweisung in eine Psychiatrie, die freiwillig erfolgt, kann auch freiwillig jederzeit beendet werden, selbst wenn du Minderjährig bist. Kein Arzt, Psychiater, Psychologe oder Therapeut darf dich gegen deinen Willen einweisen, wenn wie bereits erwähnt, keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung besteht. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben! Eine (freiwillige) Einweisung erfolgt in der Regel vom Hausarzt, außer bei einer gerichtlichen Zwangseinweisung. Da kann das Ganze etwas anders ablaufen.

Du schreibst, dass die Psychologen oder Therapeuten eine Handbewegung zu deiner Mutter gemacht haben. Weißt du was damit gemeint war? Haben sie dir erklärt, was du für ein Medikament bekommen hast und gegen was? Manchmal können Medikamente eine hilfreiche Unterstützung in einer Therapie sein, natürlich nur in Ansprache mit dem entsprechenden behandelnden Patienten unabhängig davon ob es pflanzlich oder nicht war. Ich kann allerdings verstehen, dass dich das alles sehr frustriert, weil es sich so anhört, als ob alles hinter deinen Rücken besprochen und entschieden würde.

Du schreibst auch, dass du deine Hände nicht bewegen durftest. In der Tat ist da wirklich nichts schlimmes dran. Im Gegenteil, es kann sogar äußerst beruhigend in so einer Situation sein, wenn man noch gleichzeitig mit einem Gegenstand in der Hand spielt. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Hype mit den Fidget Spinner. Diese waren genau für solche Situationen angedacht um eine beruhigende Wirkung auszuüben. Deswegen finde ich daran auch nichts verwerflich und es ist traurig, dass so böse darauf reagiert wurde.

Vergessen kann man solche Erfahrungen leider nie, aber man kann durch Unterstützung lernen damit umzugehen und diese als ein blödes Kapitel im Leben abschließen.

Du scheinst wirklich außer Regel Erfahrungen gemacht zu haben und das Pech gehabt zu haben nicht an nette Kollegen gekommen zu sein. Du musst wirklich nichts sagen, antworten, tun und machen, was du nicht willst. Niemand hat das Recht dich dazu zu zwingen. Im Gegenteil, man sollte die Entscheidungen akzeptieren. Ausnahme ist hier nur, wenn eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt und das scheint mir bei dir nicht der Fall zu sein.

Du schreibst, dass du mit Berührungen nicht umgehen kannst. Das ist völlig in Ordnung und jeder Therapeut sollte das respektieren. In der Regel werden vorher Absprachen getroffen, wie Therapeuten reagieren, wenn jemand weint. Manche vertragen eine Umarmung, andere benötigen Abstand und Therapeuten versuchen darauf einzugehen.

Um deine Fragen im letzten Abschnitt zu beantworten, Therapien sind dazu ausgelegt um den Menschen zu helfen, der in einer Problemsituation ist. Diese Hilfe kann ganz unterschiedlich aussehen je nach Erkrankung, aber auch innerhalb einer Erkrankung gibt es wieder unterschiedliche Mittel und Wege der Person zu helfen. Diese Hilfsmittel lernen Psychologen in ihrer Ausbildung und im Studium. Nicht jeder Therapeut ist perfekt für jemanden, denn auch sie sind nur Menschen. Manchmal passt der Therapeut nicht zu einem Klienten und man muss einen anderen suchen solange bis man einen gefunden hat, der zu einem passt. Eine Therapie muss nicht toll sein, eine Therapie muss effektiv sein, denn die Probleme der Menschen sind ja auch nicht toll. Teilweise werden schreckliche Erlebnisse erzählt und die kann man nicht schön reden. Da können schon Mal sehr pikante Sachen auf den Tisch kommen. Wenn man diese Zeit erfolgreich überstanden hat, sodass das Problem einem nicht mehr so belastet oder man es selbst händeln kann, kann man sagen, dass eine Therapie gut oder schlecht verlaufen ist. Einige beschreiben einen positiv verlaufenden Therapieweg als toll, aber in der Regel macht Therapie auch kein Spaß, soll sie auch nicht! Es soll dem Klienten was bringen! Ich hoffe das beantwortet deine Frage ein wenig.

Wenn du in der Therapie mal nicht weißt wie du etwas sagen sollst, hilft der Therapeut oft einem auf die Sprünge, sie können gewisse Dinge ganz anders interpretieren als "Ungelernte". Wenn der Therapeut nicht weiß, was du meinst, wird er nachfragen und dann versuchen mit dir gemeinsam zu verstehen, was du ihm eigentlich sagen willst. Wenn du mal wirklich etwas nicht erklären kannst, kann das auch erstmal im Raum stehen gelassen werden und vielleicht an einem anderen Tag neu aufgegriffen werden oder es kommen andere Hilfsmittel zum Einsatz wie Malen, Aufschreiben, Arbeit über Symbole etc.

Es ist völlig in Ordnung sich hier aufzuregen. Du darfst dich aufregen, weil dich diese Dinge ärgern! Das ist auch gut so. Du darfst hier so emotional und sachlich sein, wie dir danach ist.

Liebe Grüße

Laura
Teamerin
Beratung4Kids
Anonymous!!! 28.12.2019 15:59

Also: ich meinte eigentlich auch nicht das Therapien toll sind und Spaß machen sollen. Aber genau das meine ich eben ich kann mich nicht ausdrücken. Aber das ist ja noch längst nicht das Schlimmste. Wenn ich in einer Therapie bin und nicht irgendein Wort benennen soll dann kenne ich viele Wörter nicht/benutze die falschen Wörter die man nicht benutzen sollte. Und dann wird es sehr schlecht enden.

Außerdem sie Brauch mal nicht so glauben dass ich das alles nicht wüsste ich weiß genau wie es dort abgeht: erstens ich habe mich sehr lange sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Zweitens ich habe mich schon sehr oft in Therapie begeben müssen. Weil Z. B. An meiner alten Schule wurde ich dabei ertappt als ich mich selber verletzt habe. Und dann wurde ich gezwungen zum Psychologen zu gehen. Aber die haben einfach gar nicht verstanden was los ist. Und ich war letztes Jahr erst das letzte Mal bei meiner Psychologen ... und ich habe ihr versucht zu erklären was los ist, ich habe versucht zu erklären warum ich mich Alia klang so komisch verhalten habe, warum ich Gespräch abgelehnt habe, warum es mir panische Angst gemacht hat mit ihr alleine zu sein und vieles mehr. Aber sie hat nichts verstanden. Sie hat es nur als etwas lächerliches ab getan. Aber es war etwas sehr schlimmes. Und ich bin auch heute noch der Meinung dass es was schlimmes ist. Ich hatte jeden Tag Schuldgefühle und 24/7 nichts mehr anderes im Kopf. Außerdem habe ich mich verletzt und ich wusste nicht mit wem ich darüber reden soll. Und die wo ist betroffen hat haben gesagt ich kann es niemandem erzählen. Und außerdem hatte ich ständig Angst und eine Zeit lang hatte ich Ihnen auch den selben Albtraum. Ich bin dann immer hoch geschreckt und habe zu weinen begonnen. Und das versteht halt nur niemand. Außerdem auch wenn ich versuchte zu erklären ich hätte nicht gewusst wie ich es beschreiben soll und ich weiß es heute immer noch nicht.


Wenn ich heute an diese Zeit zurück denke empfinde ich meistens Wut, Traurigkeit oder fühle mich verletzt. Aber ich bin auch sehr froh, erleichtert und dankbar dass es noch mal halbwegs gut bei mir gelandet ist. Weil es sieht auch schlecht erkennen können. Aber zum Glück ist es bei mir nicht so schlecht geendet wie es hätte in den können und wie es bei den meisten endet. Aber wahrscheinlich sind meine Gefühle ihn nur übertrieben. Wahrscheinlich war das ganze gar nicht so schlimm. Denn es ist ja nicht wirklich viel passiert. Außer dass ich Therapien hasse aber das ist nicht so schlimm. Also ich meine es ist ja nicht das schlimmste auf der Welt.


Und was soll ich machen wenn es in der Therapie irgendwie auf dieses Thema kommt? Ich kann es doch nicht erklären. Und wenn ich es sagen würde dann wäre das wirklich äußerst schlecht. Dann würden die mich wahrscheinlich direkt rausschmeißen aus der Therapie. Oder sie würden es ausnutzen so wie im Fall von meiner Freundin bei der Mutter. Aber sogar bei ihr war es viel schlimmer als bei mir. Und es ist ja nicht nur das: wenn ich in einer Therapie bin über manche Dinge spreche ich nicht. Mit niemandem und so wie sie es beschrieben haben klingt es mir so als müsste man dort alles offen legen. Ich will das nicht! Und bei bestimmten Themen werde ich es auch nicht tun. Ich weiß das klingt ziemlich hart und es klingt so als ob ich alles verweigern würde aber man braucht auch ein Privatleben und die Therapeuten die noch ist nicht alles an. Die müssen sich auch mal aus bestimmten Dingen raushalten und verstehen dass sie halt nicht alles was angeht. Aber wahrscheinlich können die das nicht weil nach dieser Beschreibung unten glaube ich nicht dass die das können. Ich werde es auch nicht schriftlich oder mit malen oder sonst wie ausdrücken. Weil es gibt auch manche Dinge in meinem Leben die geheim sind und es auch bleiben sollten. Und ich möchte das auch selber und diese Dinge sind nicht schlechter sondern was gutes!!! Aber sie sind nicht für neugierige Therapeuten die einfach in mein Leben Platz und alles entscheiden und bestimmen müssen und sich dabei ganz besonders große Fülle müssen bestimmt.



Und ich kann auch grundsätzlich Berührungen ertragen. Bei meinen Freunden finde ich es sogar schön. Aber nicht bei Therapeuten weil bei denen weiß man ja nie was die vorher schon so mit ihren hinten angestellt haben. Und dann finde ich es ekelhaft. Und deswegen sollen diese Menschen mich nicht berühren!!!

Und ich habe noch eine Frage: und zwar warum sagen denn die Therapeuten dann das ist schädlich ist mit den traumatischen Erfahrungen. Weil es gibt auch eine Organisation die machen das auch genau so wie sie es beschrieben haben. Und haben die Therapeuten und Psychologen und Psychiater alle gesagt das ist schädlich ist. Da haben sie auch recht und es ist wirklich schädlich und die Menschen von denen ich weiß haben sehr starke Schäden davon getragen. Aber die machen ist doch selber. Also bevor sie dann vor anderen sagen es ist schädlich und schrecklich was es wirklich ist sollten Sie es lieber mal selber sein lassen. Denn dann ist es ja so wenn man in die Therapie geht trägt man auch schön davon.


Die Medikamente: es war ein klassisches pflanzliches Schlafmittel. Es fällt nicht unter die Kategorie der normalen Schlafmittel und viele bezeichnet es als Beruhigungsmittel aber ich sage das ist ein Schlafmittel ist und fertig. Weil meine Mutter erzählt hat dass ich Schlafstörungen hatte und die habe ich heute immer noch beziehungsweise ich habe einen komischen Schlafrhythmus aber mittlerweile finde ich das sogar gut. Aber in einer Therapie darf man das ja nicht haben weil man muss ja genauso sein wie die Therapeuten wollen und so weiter. Aber ich habe keine Lust mich kontrollieren zu lassen.

Und man hat als Minderjähriger gar nicht das Recht eine Behandlung in einer Psychatrie abzubrechen. Da werden die Eltern gefragt aber man selber wird nie viel irgendetwas gefragt. Und da bin ich nicht die einzige die das sagt. Außerdem werde ich in meinem ganzen Leben nicht in eine Psychatrie gehen. Und wenn die Therapeuten tun dass wenn ich das und das nicht mache das ich eine Psychatrie, dann werde ich das halt jemandem sagen und dann werde ich gucken was ich dagegen unternehmen ist. Nichts schlimmes natürlich aber ich werde mir das auf jeden Fall nicht gefallen lassen. Weil man sollte keine Menschen bedrohen und Z. B. Wenn ich jemanden Ruhe kriege ich eine Anzeige was auch gut ist. Aber die Therapeuten dürfen Tron?

Und mit was für einer Unterstützung soll ich lernen dass das einfach nur ein schlechtes Kapitel in meinem Leben war? Ich habe versucht mit Unterstützung zu suchen und bei der Unterstützung kam exakt das raus was ich oben geschrieben habe. Tolle Unterstützung die mich noch mehr zerstört hat. So eine Unterstützung will und brauche ich nicht. Und eine andere Unterstützung kenne ich nicht. Also die sind eigentlich auch keine Unterstützung. Aber was soll ich da machen? Wenn ich zu einem anderen Therapeuten gehen dann wird er doch genauso sein wie die wo ich war. Weil es ist das selbe System und wenn ich zu einem anderen System gehe dann ist es noch schlimmer was ich umgeschrieben habe.

Ich weiß dass mein Beitrag wieder mal viel zu lang ist tut mir leid dafür:

L g

Anonymous

Zuletzt editiert am: 28.12.2019 16:17, von: Anonymous!!!


Erst ignorieren sie dich,

Dann lachen sie über dich,
Dann bekämpfen sie dich,

Und dann gewinnst du.
Regenbogenkind 28.12.2019 23:39

Hallo Anonymous,

Ich hab dir ganz am Anfang Mal geschrieben - kannst du dich erinnern?

Ich kann deine Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Ja, leider gibt es viele schwarze Schafe, aber die gibt es in jedem Beruf und trotzdem gibt es auch ganz ganz viele ganz wunderbare Therapeuten/innen! Ich kenne beides und es lohnt sich wirklich sehr am Ball zu bleiben und zu schauen. Kein Mensch darf dich zu was zwingen, außer du bist sehr stark selbst oder fremdgefährdend.. das heißt kein Thera darf dich zwingen zu ihm/ihr zu gehen... Du darfst selbst entscheiden... Bei manchen Erkrankungen ist es gut zu Theras zu gehen, die sich auf das Störungsbild spezialisiert haben... Denn es gibt krankheiten, wo es sehr von Vorteil ist, wenn die sich gut damit auskennen, da dann nicht gefährliches Halbwissen benutzt wird... Und nicht jeder Therapeut kann alle Störungsbilder gut behandeln... Das muss auch keiner... Jeder hat da seine Spezial Gebiete und das ist gut so!

Da ich selbst betroffene bin kann ich dir aber versichern, dass du nirgends festgehalten wirst ... Auch in keiner Klinik... Es kann sein, dass deine Eltern noch zu stimmen müssen zu deinen Entscheidungen - da kommt es tatsächlich auf die Entscheidung an und auf das wie die Theras dich einschätzen... Aber festhalten können sie dich nur mit richterlichen Beschluss! Und den bekommt man nicht Mal so larifari, da muss es schon richtig Brodeln...

Es tut mir sehr leid, dass du so sehr pessimistisch dem ganzen gegen übersteht...


Eine Frage habe ich da aber dennoch.. wenn du dem allen nicht traust und alles so schlecht redest, wieso hast du dann das Thema erstellt... Oder gibt es da ein klein wenig Hoffnung bei dir und den Mut es noch Mal zu Probieren?

Auf deine Antwort bin ich gespannt.

Liebe Grüße
Laura P. Teamer(-in) 29.12.2019 13:53

Hallo ihr beiden,
Was Regenbogenkind im Allgemeinen schreibt, finde ich sehr gut und kann ihre Aussagen nur unterstützen. Du hast jetzt ein paar Mal erwähnt, dass du körperlich behindert bist, magst du mir verraten was für eine Art von Behinderung es sich hierbei handelt? Du schreibst, dass du einen Betreuer an deiner Seite erhalten wirst, sobald du 18 bist. Klar, das mag erst mal beängstigend klingen oder so den Anschein machen, als ob diese dir die Freiheit nehmen, aber im Endeffekt arbeiten die Betreuer doch mit dir und für dir oder meinst du nicht? Ein Betreuer kann doch sehr hilfreich sein um gewisse Aufgaben zu bewältigen (Ich weiß ja nicht, was für eine Art von Behinderung du hast).

Es ist auch völlig legitim sich so zu fühlen, wie du dich fühlst. Du scheinst eine Menge mitgemacht zu haben und das trägst du mit dir herum. Dass sowas nicht immer leicht ist, kann ich mehr als nachvollziehen. Ich kann nur mich wiederholen und sagen, dass nicht jeder Therapeut für einem gemacht ist. Im Übrigen es gibt auch Therapeuten, wie Regenbogenkind bereits erwähnte, die eine Spezialisierung haben, beispielsweise die Ahnung mit bestimmten Behinderungen haben, je nachdem aus welcher Region du kommst. Eine weitere Art von Therapie, die möglich wäre, sobald du 18 bist, ist eine Online-Therapie. Diese ist zwar noch nicht ganz so weit verbreitet, aber sind fast genauso effektiv, wie die "herkömmlichen" Therapieformen. Vielleicht wäre das ja eine gute Option für dich, wenn du mit geschlossenen Türen nicht zurecht kommst. Oder du schaust mal nach einer psychoanalytischen Psychotherapie. In dieser Therapieform nimmt der Therapeut eine komplett neutrale Person ein und überlässt dir "allein" das Reden. Er hört dir dann aufmerksam zu und stellt dir hin und wieder Fragen, die dich zum Nachdenken anregen sollen. Auch musst du bei dieser Therapieform dem Therapeuten nicht gegenüber sitzen. Diese Therapieart ist nicht für jeder Mann, ich könnte mir aber bei dir vorstellen, dass diese helfen könnte. Du kannst ja gerne mal danach googeln und mir deine Meinung dazu sagen.

Und mit was für einer Unterstützung soll ich lernen dass das einfach nur ein schlechtes Kapitel in meinem Leben war? Ich habe versucht mit Unterstützung zu suchen und bei der Unterstützung kam exakt das raus was ich oben geschrieben habe. Tolle Unterstützung die mich noch mehr zerstört hat. So eine Unterstützung will und brauche ich nicht. Und eine andere Unterstützung kenne ich nicht. Also die sind eigentlich auch keine Unterstützung. Aber was soll ich da machen? Wenn ich zu einem anderen Therapeuten gehen dann wird er doch genauso sein wie die wo ich war. Weil es ist das selbe System und wenn ich zu einem anderen System gehe dann ist es noch schlimmer was ich umgeschrieben habe.


Du hast Recht, so eine Art von Unterstützung brauchst du nicht, braucht niemand. Aber wie bereits erwähnt, Unterstützungen können ganz unterschiedlich aussehen. Das mit dem Malen oder Schreiben ist nur eine Idee von vielen. Einige können lieber über Musik arbeiten, andere empfinden es schon als Unterstützung indem sie einfach nur reden und der Gegenüber einfach nur zuhört, wieder andere brauchen eine aktive Unterhaltung um es als eine Unterstützung zu empfinden, dann brauchen einige einen Betreuer an der Seite um klar zu kommen, aber wieder andere wollen am liebsten alleine sein. Die Art der Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen und vielleicht ist für dich die passende Unterstützung noch nicht gefunden worden. Ich habe Hoffnung, dass du einen guten Therapeuten und Therapieform findest mit der du zurecht kommst und wo es gut läuft. Es tut mir sehr leid, dass du so schlimme Erfahrungen machen musstest, sowohl mit dem Thema Therapie, als auch was vorher geschehen ist.

Ganz liebe Grüße

Laura
Teamerin
Beratung4Kids