Thema: es gehört alles irgendwie dazu

Eröffnet am 21.04.2018 um 11:14 Uhr

elene--annika 21.04.2018 11:14

Hallo
ich heiße Lene. Ich muss am nächste woche zu meinem Onkel ziehen aber da passieren dinge die ihc nicht möchte. Wenn ich mt meiner mutter rede sagst sie das ist normal das ich am anfang immer so bin aber wenn meine mutter wüsste was mein onkel macht dann würde sie mich wahrscheinlich verstehen. Meine mutter udn ich haben nicht so ein gutes verhaltnis wir haben srtet, ich kann mit meiner mutter nicht reden.
Was würdet ihr machen?
Ich habe mal wieder eine phase momente wo ich mich wieder selsbtverletze und gedanken habe.
Ich habe eine einzelberatung bei jochen. aber vielleicht könnt ihr anderen mir ja helfne. ich weiss langsam nicht weiter
Liebe grüße
Lene
*Weinend* *Weinend*
elene--annika 21.04.2018 22:44

*Weinend* ach man wieso muss das alles nur so schwer sein? kann nicht mal etwas leicht sein?
Julia B. Peer-Berater(-in) 22.04.2018 11:27

Hallo liebe Lene,

Schön, dass du dich hier bei der Beratung4kids gemeldet hast - Willkommen zurück im Forum! Ich bin Julia vom Peerteam und möchte dich gerne hier im Forum unterstützen, wenn das für dich in Ordnung ist.

Ich würde gerne einmal kurz zusammenfassen, was ich verstanden habe. Wenn da etwas nicht stimmt, korrigiere mich gerne:
Deine Mutter möchte, dass du am nächsten Wochenende zu deinem Onkel ziehst. Du hast aber gute Gründe, weshalb du Angst davor hast und dort nicht hin willst, richtig? Deiner Mutter schon gesagt, dass du nicht zu ihm möchtest, sollst aber bisher trotzdem dorthin und fragst nun, wie du es verhindern kannst.

Ich kann gut verstehen, dass das eine sehr schwierige Situation für dich ist.
Der Umzug zu deinem Onkel steht ja nun schon sehr bald an. Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du deiner Mutter zwar gesagt, dass du nicht dorthin möchtest, aber nicht warum. – Siehst du vielleicht die Möglichkeit noch einmal mit ihr darüber zu sprechen und ihr die Gründe zu nennen, weshalb du nicht hin möchtest? Das wäre die erste Möglichkeit, die ich in Betracht ziehen würde. Du schreibst zwar, dass du kein gutes Verhältnis zu deiner Mutter hast, aber auch, dass sie dich sehr wahrscheinlich verstehen würde, wenn sie deine Gründe kennen würde! Meinst du nicht, dass das vielleicht (d)eine Chance wäre, auch wenn es sehr schwierig ist darüber zu reden? Wenn sie es wüsste, dann würde sie doch wahrscheinlich nicht bei ihrer Meinung bleiben. Und du müsstest nicht zu ihm!!

Wenn du aber nicht mit deiner Mutter darüber reden willst oder kannst: Gibt es irgendeine andere Person, der du vertraust und mit der du über deine Gründe reden kannst? Eine Person, die dir irgendwie helfen könnte, den Umzug zu verhindern – vielleicht eine Freundin, ein Berater oder Therapeut, jemand anderes aus deiner Familie, einen Arzt?
Es geht dann auch nicht unbedingt darum, dass derjenige alles an deine Mutter weitergibt, wenn du das nicht möchtest. Aber vielleicht würde ein Gespräch dieser Person mit deiner Mutter helfen, in der ihr gesagt wird, dass du gute Gründe hast, aber vielleicht noch nicht bereit bist darüber zu reden. Was meinst du, würde sie das vielleicht dann auch verstehen? Für deine Mutter ist es bisher vielleicht einfach schwierig nachzuvollziehen, weshalb du dich so gegen den Umzug wehrst.

Die zweite Möglichkeit, die ich sehe, wäre mal zu überlegen, ob es vielleicht übergangsweise eine andere Lösung gibt, als zu deinem Onkel zu ziehen. Kannst du vielleicht vorerst woanders wohnen? Bei einer Freundin? Bei Großeltern? Das ist vielleicht keine Dauerlösung, würde dir aber ein bisschen mehr Zeit verschaffen…
Alternativ könntest du auch mal beim Jugendamt anfragen, welche Möglichkeiten es für dich gibt – also ob vielleicht auch eine Wohngruppe möglich wäre?!

Wie sieht es denn momentan mit deinen Suizidgedanken und dem Selbstverletzen aus? Wie würdest du dich selbst auf einer Skala von 1 (nicht vorhanden) bis 10 (sehr stark) einschätzen?
Ich würde mich freuen wieder von dir zu lesen! – Und vielleicht hat ja der ein oder andere User auch noch ein paar Tipps oder Möglichkeiten für dich!


Ich wünsche dir alles Gute, liebe Lene, und noch einen sonnigen Tag!

Liebe Grüße
Julia

Julia B.
Peer-Beraterin
Beratung4Kids
Was du hast, können viele haben;
Was du bist, kann keiner sein!
Alina16 22.04.2018 20:45

Liebe Lene,
Wie versprochen melde ich mich. Versuche doch noch mal deine Gedanken aufzuschreiben. Sortiere es nach positiv und negativ und schaue was überwiegt . Auch wenn du dabei weinen musst. Weinen ist nicht peinlich, es zeigt Deine Gefühle.
Vielleicht kannst du auch versuchen das negative ins positive zu verwandeln. Ich gebe dir mal ein Beispiel: auf deiner Liste mit den Gedanken wo negativ sind steht zum Bsp. Ich bin schwach versuche es doch zu verwandeln in: ich bin stark. Den jeder Mensch ist stark, klar man ist auch mal schwach aber bedenke eins du bist ein Mensch und keine Maschine. Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.
Ich melde mich wenn ich kann.
Die nächsten Tage werden schwer für mich werden.
Pass bitte auf dich auf.
Versuche vielleicht es mit dem jugendamt. Ein Versuch ist es wert.
LG Alina
elene--annika 23.04.2018 07:34

Liebe Alina und Liebe Julia..
@Alina Dankeschön für deinen beitrag der hat mir schon ein bisschen geholfen. Klar es geht nicht von heute auf morgen aber ich versuche mein bestes auch wenn meine gedanken mich momentan im griff haben. Habe dir auch in deinem beitrag geantworte *Umarmen* . Liebe grüße deine Lene

@Julia
Ja richtig. Meine mutter würde mir nicht glauben deswegen sag ich ihr das nicht *Weinend* . Es gibt niemand andere.. Ja es ist eine wohngruppe geplant aber da gibt es wartezeiten von 3 jahren...deswegen übergangsweise bei onkel ..dennis... *Verwirrt* .

Heute ist selbstverletzen und gedanken bei 7. Aber ich versspreche ich tu mir nichts an.
Liebe grüße
lene
elene--annika 23.04.2018 22:28

Ein trauriges Mädchen ist es, dass dort in der Ecke ihres Zimmers sitzt.
Ohne Hass und ohne Liebe, träumt die Kleine nur ihr Leben.
In all den schönen bunten Farben die ihr Leben zwar hat, aber die sie nicht sieht.
All die Möglichkeiten die sich zwar bieten, aber die sie nicht zu greifen vermag.
All die Geschichten, die sie träumt, aber dann doch nicht zulassen kann.
Sie sitzt lieber allein in der Ecke ihres Zimmers und wartet.
Dabei hat sie Angst vorm Allein sein.
Angst davor, was es mit ihr macht.
Aber bei den Menschen fühlt sie sich auch nicht wohl.
Nicht sicher und noch ein bisschen kleiner.
Liegt das an den Anderen oder liegt es an ihr selbst?
Sie sehnt sich nach Schutz. Sie sehnt sich nach Liebe. Doch geben kann sie beides nicht, denn sie ist klein und ihr Herz auch. Zu klein um sich zu binden.
Drum versucht sie so gut es geht ihr Leben zu füllen, sich selbst zu füllen und groß zu machen.
Und doch bleibt sie klein und leer und allein.
Und so lebt das kleine Mädchen weiter. Tag für Tag.
Doch auch wenn sie manchmal Freunde trifft oder ihre Familie.
Auch wenn sie manchmal glücklich ist und vom Leben erfüllt.
Die Kleine bleibt doch allein in ihrem Herzen.
Einer nach dem Anderen ziehen die Tage vorbei – manche sind besser und mache sind schlechter – und irgendwann wird das kleine Mädchen sterben.
Vielleicht ist sie inzwischen alt geworden.
Vielleicht hat sie etwas geändert.
Nun macht es keinen Unterschied mehr. Am Grab stehen Menschen und weinen um sie. Sie wurde geliebt jetzt vielleicht noch mehr als zuvor. Trotzdem liegt sie unter der Erde und ist wieder allein. So allein und von allen getrennt wie sie sich immer gefühlt hat.
Kaum einer der Trauernden hat es jemals verstanden.
Kaum einer der Trauernden hat es jemals geahnt.
In Erinnerung bleibt sie das liebe Mädchen und niemand wird je von ihrer Trauer erfahr'n. *Weinend*
Julia B. Peer-Berater(-in) 24.04.2018 08:07

Hallo liebe Lene,

wie geht es dir heute?

Ich würde gerne erst einmal ein paar Worte zu deiner vorletzten Nachricht schreiben:
Ich finde es gut, dass eine Wohngruppe in Aussicht ist! Weißt du denn, ob es wirklich noch 3 Jahre dauert? Und wenn ja, könntest du mit der verantwortlichen Person (Jugendamt/Jugendhilfe?) noch mal reden? Du könntest sie bestimmt telefonisch oder per Mail um ein Gespräch bitten oder ihnen schreiben, was los ist! Vielleicht gibt es ja doch einen Weg, dass es schneller geht oder dass derjenige dir noch Alternativen nennt, sodass du nicht zu deinem Onkel musst!
Was würdest du verlieren, wenn du einfach mal nachfragen würdest? Und was würdest du gewinnen?

Nun ist bis zu dem Umzug nicht mehr viel Zeit. – Hast du dir vielleicht schon einmal überlegt, welche Sicherheiten du dir sonst schaffen könntest? Wie kannst du dich in der Zeit in der du bei ihm wohnst schützen? Hast du Anlaufstellen oder Telefonnummer, bei denen du dich melden kannst?


Nun zu deiner letzten Nachricht:
Liege ich richtig, wenn ich annehme, dass sich der Text auf dich bezieht?
Du fragst dich, ob es an dir oder an den anderen Menschen liegt, dass du dich bei ihnen nicht wohl und sicher fühlst. - Vielleicht kann man das auch nicht eindeutig beantworten… Es mag sicherlich ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren sein. Aber keiner ist daran schuld! Du auch nicht! Du bist nicht schuld!! Du bist ein Mensch wie jeder andere auch. Ein Mensch, der es wert ist, geliebt zu werden!
Auch schreibst du von Möglichkeiten das Leben, dein Leben, zu gestalten. Welche Möglichkeiten sind das? Was davon würdest du am Liebsten zuerst anpacken?

Alles Gute und bis zur nächsten Nachricht
Julia

Zuletzt editiert am: 24.04.2018 08:08, von: Julia B.


Julia B.
Peer-Beraterin
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Was du bist, kann keiner sein!
Whisper 24.04.2018 15:49

Hallo Lene,

Es tut mir leid zu lesen, dass es dir so schlecht geht, ich hoffe sehr, dass es bald wieder besser wird und ein Weg gefunden wird, dass du nicht zu deinem Onkel ziehen musst. Ich selbst wohne in einer betreuten Wohngruppe und wurde vom Jugendamt dorthin vermittelt, deswegen kenne ich mich damit ein wenig aus und möchte dir gerne erzählen, was ich denke, was noch möglich wäre für dich.

Erst einmal kann man dich überhaupt nicht zwingen dort hin zu ziehen, wenn du das selbst nicht möchtest. Du musst ja schon Kontakt zum Jugendamt haben, sonst wüsstest du von der Option des betreuten Wohnens ja nichts. Wieso setzen die dich denn überhaupt auf eine Warteliste? Die finde ich mit 3 Jahren eh übertrieben lange... Wenn ich im Alltag mitbekommen alleine bei meiner Gruppe wie oft hier Jugendliche kommen und gehen fällt es mir schwer zu glauben, dass man 3 Jahre warten muss. Vielleicht hat das Jugendamt die Dringlichkeit deiner Bitte nicht ganz verstanden? Dann solltest du ihnen das noch einmal mit aller Nachdrücklichkeit klar machen!
Es gibt die Option der Inobhutnahme, diese Option hat das Jugendamt immer und dient zum Schutz des Kindes oder Jugendlichen. Dafür muss für sie eine Kindeswohlgefährdung sichtbar sein. Heißt, sie müssen sehen, dass sie dich vor Dingen schützen müssen, die dich verletzen oder schädigen. So wie du es beschrieben hast wird das der Fall sein, wenn du bei deinem Onkel leben musst, da er Dinge tut, die du nicht möchtest. Das Jugendamt kann aber nicht richtig reagieren, wenn du ihnen nicht sagst, dass etwas dort nicht stimmt. Ich weiß, dass es schwer ist, aber du musst ja nicht detailliert beschreiben, was passiert. Du kannst einfach auch sagen, wie du es hier geschrieben hast, dass dort Dinge passieren würden, die du nicht möchtest und gleich dazu sagen, dass du darüber aber (noch) nicht reden möchtest, du aber auf keinen Fall zu deinem Onkel möchtest. Dieser Bitte muss das Jugendamt nachkommen, denn im Zweifel steht das Wohl des Kindes immer im Vordergrund.
Als Inobhutnahme hast du auch keine Wartezeiten. Das geht dann total schnell, bei mir war es an einem einzigen Tag, dass ich von zu Hause ausgezogen bin und in einer Wohngruppe war. Bei mir waren es zwar etwas andere Umstände, ich bin nicht selbst zum Jugendamt... Aber das Prinzip bleibt trotzdem das Selbe.

Ich hoffe sehr, du findest den Mut, dich dem Jugendamt so zu äußern, dass du gar nicht erst zu deinem Onkel musst! Vielleicht würde es dir ja auch helfen, wenn du eine Freundin oder so mitnehmen kannst.

Ich wünsche dir alles Liebe
Whisper
elene--annika 01.05.2018 18:49

Hallo
dankeschön für eure antworten.

Aber bitte schliesse diese Beratung. Dankeschön.

LG
lene
Julia B. Peer-Berater(-in) 01.05.2018 19:10

Hallo liebe Lene,
schön, dass du dich noch einmal gemeldet hast. Ich hoffe, dass es dir etwas besser geht!!
Ich werde den Beitrag dann nun auf deinen Wunsch hin schließen, wünsche dir aber weiterhin alles Gute. Wenn du wieder das Bedürfnis hast, etwas zu besprechen, dann melde dich gerne wieder.
Bis dahin,
Julia

Julia B.
Peer-Beraterin
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