Thema: Ich weiß nicht mehr weiter..

Eröffnet am 24.10.2017 um 01:10 Uhr

X.A.ml.X 24.10.2017 01:10

Also hallo erstmal,
Zurzeit weiß ich nicht mehr so recht was ich machen soll, da meine Eltern irgendwie beide zurzeit ein Punkt für mich sind auf den ich nicht gut zu sprechen bin. Meine Eltern sind schon seit meiner Geburt bzw ein paar Monate nach meiner Geburt getrennt und ich habe bis 2012 bei meiner Mutter gelebt und meinen Vater nur selten am Wochenende gesehen. Ab 2012 wurde ich quasi "gezwungen" zu meinem Vater zu ziehen und ab da ging es eigentlich nur bergab.. Naja jedenfalls bin ich eine Person die sehr schnell wegen kleinen Dingen wütend werde und habe auch so ein kleines aggressionsproblem wenn man es so nennen könnte und habe, bzw tue es immer noch,
Mich selbstverletzt und mein Vater hat nichts dagegen, gesagt bis meine Schule mich in eine Einrichtung geschickt hat und selbst da hat mein Vater nichts gesagt und generell haben wir eine nicht so gute Verbindung zueinander, da er eine andere Frau hat und ich mich immer wie das 5. Rad am Wagen fühle, weil sie mich immer ausschließen und so, naja jedenfalls ist die Frau meines Vaters schwanger und ich wurde jetzt zurück zu meiner Mutter geschickt mit der Begründung mein Vater käme nicht mehr mit mir klar und wir hätten sowieso keine Verbindung zueinander aber ich möchte nicht bei meiner Mutter leben. Sie ist bzw. war heroin süchtig und sie und ihr Mann sind jeden Abend betrunken und ich akzeptiere ihren Mann nicht so richtig da er für mich keine Person ist, der man Respekt zeigen müsste weil er eben immer nur betrunken ist und gewalttätig wird. Meine Mutter sagt immer, sie würde aufhören zu trinken und er auch aber davon habe ich noch nichts mitbekommen... Da ist ja noch die sache mit den Aggressionen, ich habe so oft das Bedürfniss meinen stiefvater zusammen zu schlagen.. Ich halte mich schon zurück und halte mich an den Sport, welcher mich einigermaßen ablenkt, da ich ansonsten entweder mich oder andere Verletzten würde. Ich möchte ehrlich gesagt nicht bei meiner Mutter sein, dennoch liebe ich sie und sie ist meine Mutter, ich kann sie doch nicht alleine lassen nachdem ihr meine Geschwister weggenommen worden sind.. Jeden Abend zerbreche ich immer mehr daran aber ich kann es auch nicht meinem Vater sagen, denn der würde mir nur den Kontakt zu meiner Mutter verbieten..
Ich möchte einfach nicht mehr, niemand versteht mich, wenn ich versuche mit jemanden zu reden sagen die nur, dass es sich irgendwann bessern wird aber es hat sich seit 5 Jahren nichts gebessert.. Mein Vater nimmt mich nicht ernst wenn ich sage, dass ich mit einer neutralen Person wie einer Therapeutin oder so reden möchte (wobei das wahrscheinlich eh nichts bringt) aber ich habe zur Zeit einfach nur das Bedürfnis vom Erdboden zu verschwinden

Kann mir jemand eventuell helfen und Tipps geben was ich machen könnte, damit ich nicht komplett durch drehe?
Jeanny 25.10.2017 11:55

Hallo X.A.ml.X,

erst einmal möchte ich mich für die lange Wartezeit entschuldigen. Ich bin Jeanny und möchte dir bei deinem schon längerem Problem helfen. Schön, dass du den Weg zu uns gefunden hast!
Ich habe allerdings noch einige Fragen;
Darf ich fragen wie alt du bist?

Um noch einmal deinen Post zusammenzufassen (damit ich ihn richtig verstanden habe): Du musstest gegen deinen Willen zu deinem Vater ziehen, der mit dir nicht zurecht kommt. Eine neue Frau hat, die sogar schwanger ist. Deine Schule hat dich in eine Einrichtung geschickt? Von welcher Einrichtung reden wir da? Bist du jetzt wieder bei deiner Mutter oder in dieser Einrichtung?
Hast du mit deiner Klassenlehrerin oder deinem Klassenlehrer darüber gesprochen oder habt ihr einen Vertrauenslehrer bei euch?

Sobald ich eine Antwort von dir erhalte, melde ich mich erneut. :)

Liebe Grüße
Jeanny

Jeanny
Teamerin
Beratung4Kids
X.A.ml.X 25.10.2017 20:39

Hallo jeanny,
Ich hoffe mal das ich jetzt alle fragen beantworte.
Als erstes, ich werde in 2 Monaten 16 und bin zurzeit bei meiner Mutter
Zweites die schule hatte mich in eine Jugendpsychatrie geschickt und danach war ich 1 1/2 Jahre bei der schulpädagogin, da ich noch keinen Platz bei einem Therapeuten hatte bzw habe. Mit meinen Lehrern habe ich zwar auch schon geredet aber die interessieren sich nicht wirklich für solche Probleme genauso wie mobbing. Dieses Thema ignorieren sie auch einfach ...

Zuletzt editiert am: 25.10.2017 20:40, von: X.A.ml.X

Jeanny 26.10.2017 12:36

Hi X.A.ml.X,
schön, dass du dich so schnell gemeldet hast.
Es ist leider nicht das erste Mal, das ich höre, dass Lehrer sich nicht so wirklich für die Schüler interessieren. Eine Art Vertraungslehrerin oder -lehrer habt ihr nicht?
Ich kann dir leider den ganzen Stress und die dazugehörigen Gefühle nicht nehmen. Ich kann dir allerdings raten, zu deinem Hausarzt zu gehen und mit ihm mal über alles zu reden. Soweit ich weiß, können Sie dir eine Überweisung zur Therapie geben. Es dauert leider immer einige Monate bis man einen Termin bekommt, aber wenn du diese Woche noch zu ihm gehst und dir von ihm evtl. noch Adressen geben lässt, hast du vllt. Glück. Ich denke es würde dir gut tun, wenn du jemanden hättest mit dem du darüber reden kannst. Es ist viel was man in deinem Alter zu verdauen hat. Es ist auch nicht schlimm zur Therapie zu gehen. Einfach mal drauf loszureden und zu wissen, dass man dir zuhört und dir helfen will, ist schon die halbe Miete.

In der Zwischenzeit empfehle ich dir auch zur Stadt zu gehen (oder Amt) - es gibt Wohnungen, die für Jugendliche, die nicht mehr zu Hause leben wollen, bezahlt wird. Die Stadt/das Amt könnte dir daher helfen, eine eigene Wohnung oder eine Unterkunft in in einer Einrichtung zu bekommen, wenn du ihnen erzählst was dir alles passiert ist. Ich denke das Jugendamt wäre für dich die zweite beste Anlaufstelle. Wenn das Jugendamt von deiner Mutter bereits weiß und auch von deinem Erlebnis von deinem Vater Kenntnis errungen hat, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dir da auch geholfen werden kann. Umso mehr du dort erzählst, desto eher werden die Mitarbeiter da sagen, dass du Hilfe bekommen solltest.
Die Dringlichkeit wird beim Antrag auch dargestellt.

Wenn es gar nicht mehr zu Hause geht, hast du vllt. die Möglichkeit, bei einer Freundin oder einem Freund zu schlafen?

Ich freu mich wieder von dir zu hören.

Liebe Grüße
Jeanny

Jeanny
Teamerin
Beratung4Kids