Thema: Projektwoche Menschen mit Behinderung auf was muss ich da achten?

Eröffnet am 17.01.2020 um 10:34 Uhr

loewin 17.01.2020 10:34

Hallo ihr Lieben

Wir haben in der Schule ab die nächste in unserem Fach Soziales und Arbeit eine Projektwoche da Besuchen wir eine Einrichtung + einen Arbeitsplatz für körperlich und geistig behinderte Menschen (Montag und Dienstag) und am Mittwoch und Donnerstag besuchen sie uns in der Schule soweit ist es alles gut nun kommt das schwierigste finde ich wir dürfen mit ihnen am Mittwoch und Donnerstag mit ihnen ein Referat machen was über die Einrichtung über ihre Arbeit und über den Menschen selber geht und wir wissen von den Lehrer das sie teilweise auf den Entwicklungsstandes von 2-7 Jahre sind und jetzt bräuchte ich von euch ein paar Anregungen oder Ideen. Die Mitarbeiter von der Einrichtung dürfen sich uns aussuchen mit wen sie das Projekt machen wollen.

Die behinderten Menschen sind ja alles Erwachsene und ich möchte sie nicht wie ein Kleinkind behandeln denn sie sind in meinen Augen ja die Erwachsenen auch wenn sie evtl anders sind mit ihrem Verhalten wie Erwachsene wie würdet ihr diese jungen Menschen behandeln?

Habt ihr Ideen was ich mit ihnen machen kann ich weiß das sie teilweise nicht lesen und schreiben können,aber ich möchte sie bei dem Referat mit einbinden nur Bilder ausmalen finde ich zu doof bei den jungen Erwachsene ich möchte sie ihre Fähigkeiten entsprechend fördern das sie auch mal ihren "Kopf" einschalten und nicht nur so da sitzen und Löcher in die Luft starren.

Ich möchte schon das sie sich wohl fühlen und das sie merken schau mal sie schaut nicht auf uns herab wie andere sie hat vor uns Respekt und behandelt uns wie ganz normale Erwachsene.

Unsere Lehrer meinten sie erzählen uns mal nichts was wir mit den jungen Erwachsenen machen sollen sie beobachten uns einfach mal.

Ich wäre euch dankbar wenn ihr mir da helfen könnt denn ich habe bis jetzt nur mit behinderten Kindern Kontakt mit Erwachsene noch nie und vielleicht muss ich da anders die jungen Erwachsene zu gehen wie mit den Kindern.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar vielleicht habt ihr selbst Erfahrungen bei diesem Thema gemacht?

Liebe Grüße
loewin

Zuletzt editiert am: 17.01.2020 10:45, von: loewin


Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.
Valerie Teamer(-in) 18.01.2020 10:14

Hallo Loewin,
ich bin Valerie und werde versuchen dich bei deinen Fragen zu unterstützen.
Zuerst einmal finde ich es super, dass du dir schon so viele Gedanken über das Thema gemacht hast, das ist schon einmal der erste Schritt.
Du schreibst, dass du bereits mit Jugendlichen mit Behinderungen zu tun hattest, darf ich fragen in was für einem Zusammenhang?
Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass dir diese Erfahrungen auch im Umgang mit den Erwachsenen sehr hilfreich sein werden.
Die Erfahrungen die ich gemacht habe (FSJ an einer Schule für geistige & körperliche Behinderung und Werkstätten für behinderte Menschen) waren, dass die meisten dieser Menschen sehr offen und neugierig sind und sich auf Kontakte außerhalb der Einrichtung freuen egal auf was für einem Entwicklungsstand sie sich befinden!
Behandele sie am Besten so wie du gleichaltrige Menschen ohne Behinderung auch behandeln würdest, der ungezwungen Umgang entwickelt sich dann bei Gesprächen oder im gemeinsamen Tun. Häufig kommen die Bewohner von sich aus auf andere Menschen zu und stellen sich vor oder stellen Fragen.
Das schöne bei eurem Projekt ist, dass ihr die Gelegenheit habt euch zwei Tage davor schon vertraut miteinander zu machen. In dieser Zeit hast du die Gelegenheit herauszufinden (Gespräche/Beobachtungen/gemeinsame Aktivitäten) was die einzelnen Bewohner gerne machen und wo ihre Talente und Stärken liegen. Falls du dir nicht ganz sicher sein solltest frage am Besten die jeweiligen Betreuer, diese kennen ihre Bezugspersonen am Besten und freuen sich über dein Interesse!
Da es in eurem Projekt um die Arbeit der Menschen und die Einrichtung geht in der sie leben würde sich zum Beispiel ein Interview (z.b für einen Zeitungsartikel) anbieten. Ob der Bewohner mit ganzen Sätzen oder nur Worten antworten kann spielt ja keine Rolle. Den Artikel/Plakat könnt ihr dann zusammen gestalten. Falls möglich mit einem gemeinsamen Foto oder jeder malt sich in ein gemeinsames Bild. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du und deine Klassenkameraden das Projekt nicht alleine plant, sondern zu Beginn mit den euch zugeteilten Bewohner überlegt was ihr machen wollt. Ihr könnt auch fragen was der/diejenige gerne macht und das mit in euer Projekt einbinden.
Ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten, wenn du noch weitere Fragen hast kannst du sie gerne stellen.

Liebe Grüße

Valerie
Teamerin
Beratung4Kids
loewin 18.01.2020 18:39

Hallo Valerie

Ich war damals in einem integrierten Kindergarten und da waren Kinder mit und ohne Behinderung dort die Kinder hatten Down-Syndrom, Tourette-Syndrom manche haben vergrößerte oder verkleinerte Gliedmassen gehabt ein Junge der hatte Epidermolysis bullosa (Schmetterlingskinder oder Schmetterlingskrankheit) und ein Mädchen hatte Ostegenesis imperfecta ( Glasknochenkrankheit) und beide sitzen im Rollstuhl. An meiner Schule haben viele Schüler und Schülerinnen eine körperliche Behinderung sitzen teilweise im Rollstuhl oder haben Gehhilfen z.B Rollator Gehbock oder 4 Punktstock oder haben eine geistige Behinderung und das ist eine gemischte Schule mit und ohne Behinderung (Montessorie Schule).

Ich weiß nicht ob die jungen Erwachsenen sich auf einen Einlassen ich weiß von der Schule her das einige Kinder in einer Art "eigene Welt" leben und da kommt man kaum an sie ran und das stelle ich mir schwer vor verstehst du was ich da meine?

Valerie es ist so jeder Schüler bekommt einen jungen Erwachsenen und man soll mit den jungen Erwachsenen ein Referat machen und das ist für mich logisch das man es mit den jungen Erwachsene zusammen macht und da müssen wir beide uns absprechen was für uns wichtig für das Referat ist und da sind wir beide gefragt was wir da machen wollen ich habe mich schon überlegt ob es möglich wäre mal eine Art Biografie über diese Person zu machen auch die Hobby´s Freizeitgestaltung oder was er gerne oder nicht gerne mag und man könnte evtl verschiedene Gegenstände zusammen suchen z.B wenn er oder sie gerne im Garten arbeiten kann man wie eine Gießkanne und Blumen ect nehmen wenn er oder sie nicht reden kann so kann er oder sie es zeigen und ich kann ja was dazu sagen ich weiß das teilweise behinderten Menschen gerne tanzen, schwimmen oder andere Sportarten betreiben wenn sie tanzen kann man ja im Hintergrund ihre Lieblingsmelodie laufen lassen denkst du das wäre eine gute Idee das mit den Plakat finde ich auch eine schöne Idee und auch mit dem gemeinsamen Bild da muss ich mal Fragen ob es bei uns Erlaubt ist Bilder zu machen.

Ich weiß nicht ob es möglich wäre wenn jemand gerne backt kann man vielleicht in der Schulküche z.B für alle Muffins oder so backen und er oder sie kann es bei dem Referat die Muffins austeilen kennst du die Becherküche von Birgit Wenz das habe wir daheim weil mein Schwager sein 8 jähriger Cousin ( er ist körperlich und geistig 100% Behindert weil er bei der Geburt Sauerstoffmangel hatte wie die Krankheit heißt weiß ich leider nicht) gerne mit uns backt und kocht wenn er bei uns ist und das Buch hat mein Schwager mal besorgt und da hilft Daniel schon mit weil er die Bilder sieht was da rein gehört und mit den bunten Becher kann er die Zutaten alleine abwiegen ohne das er lesen muss das wäre ja mit den jungen Erwachsenen eine Idee denn da braucht er nicht zu lesen und da machen wir was sinnvolles und er hat auch seine Freude wenn er ein selbst gemachtes Produkt zeigen kann er oder sie sieht es das man ihn ernst nimmt das man gerne mit ihn oder sie die Zeit verbracht hat und wir beide hätten unseren Spaß daran wenn wir in der Schulküche nicht backen dürfen kann ich mal Fragen ob er oder sie einen Nachmittag mit zu mir möchte und dort können wir ja auch die Muffins backen und er lernt mich und mein Privatleben auch mal kennen meine Schwestern hätten da nichts dagegen das weiß ich, Wir können ja auf den Plakat alle wichtige Ereignisse in ihrem oder seinem Leben aufschreiben evtl mit Bilder oder wir können ein Modell von seinem Arbeitsplatz bauen und wir können sein Zimmer nachbauen das er oder sie z.B in einem großen Schuhkarten z.B sein Bett Tisch ect (alles selbst gebastelt) hinstellt und auch dazu was erzählen und auch wie er sich vor und nach dem Projekt gefühlt hat wie er diese Woche wahr genommen hat oder was er für sich mit nimmt so was in der Art was denkst du darüber Valerie oder ist das einfach nur Quatsch was so meine Ideen bei diese Projektwoche sind?

Liebe Grüße
loewin

Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.
Valerie Teamer(-in) 19.01.2020 09:06

Hallo Loewin,
so wie du das schilderst, hast du schon eine Menge Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Das finde ich toll und ich denke du kannst dich da wirklich auf deine Intuition verlassen!
Deine Bedenken kann ich trotzdem nachvollziehen und es ist auch ganz selbstverständlich, dass du dir Gedanken über dieses Thema machst da du deinen zukünftigen Projektpartner bestmöglich auf Augenhöhe mit einbinden möchtest.
Je nachdem um was für eine Behinderung es sich handelt kann es tatsächlich sein, dass der Betroffene eher in sich gekehrt ist oder in seiner ganz eigenen Welt lebt. In so einem Fall, würde ich mich davor mit seiner Bezugsperson austauschen und in Erfahrung bringen was der Jugendliche besonders gerne mag: Hat er ein spezielles Lieblingsthema über das er sich gerne austauscht? Gibt es bestimmte Rituale die regelmäßig durchgeführt werden müssen? Oder bestimmt Farben/Reize, die ihm/ihr gar nicht gefallen und sogar negative Emotionen auslösen können. Vermutlich wird der Betreuer dich davor sowieso auf bestimmte Besonderheiten hinweisen z.B ob ihr das Projekt im Klassenraum, im Beisein von den Mitschülern planen könnt oder der Jugendliche empfindlich auf Lärm reagiert und daher das Arbeiten in einem separaten Raum sinnvoll ist.
Die Ideen, die du bisher zusammengetragen hast finde ich wirklich schön. Gerade gemeinsam nach Draußen gehen und Dinge zu sammeln und sich die Natur anzuschauen hat vielen Jugendlichen in der Schule in der ich FSJ gemacht habe gefallen. Vor allem lässt sich das ohne große Vorbereitung umsetzen. Das Lieblingslied laufen zu lassen macht die Präsentation auf jeden Fall noch einmal interessanter und lässt sich auch gut einbauen und mit anderen Vorschlägen von dir verbinden. Wenn ihr die Möglichkeit habt die Schulküche zu nutzen und das von den Lehrern gestattet wird ist dies ebenfalls eine tolle Option, gerade wenn du ein spezielles Kochbuch dafür hast (habe ich davor nicht gekannt). Allerdings ist das vermutlich mit etwas mehr Planung verbunden, z.B ist die Küche gerade zu diesem Zeitpunkt frei, sind alle Zutaten vorhanden oder hat der Jugendliche irgendwelche Unverträglichkeiten die es zu beachten gilt?
Das mit dem sich zu Hause treffen wird vermutlich eher nicht möglich sein, da eine gewohnte Umgebung für die Jugendliche meistens extrem wichtig ist und das Projekt wahrscheinlich für gemeinsame Zeit in der Schule ausgelegt wurde. Wenn du dem Jugendlichen trotzdem gerne deinen Alltag vorstellen möchtest kannst du ja alternativ Lieblingsgegenstände von zu Hause mitnehmen und ihm vorstellen.
Wann genau geht die Projektwoche los - schon diesen Montag? Ich bin mir sicher ihr werdet eine schöne Zeit zusammen haben!
Wenn du möchtest darfst du gerne berichten für was für eine Idee du dich schlussendlich entschieden hast und wie es geklappt hat.

Liebe Grüße

Valerie
Teamerin
Beratung4Kids
loewin 30.01.2020 11:38

Hallo Valerie

Ich habe dich komplett übersehen es tut mir wahnsinnig leid ich melde mich am späten Abend bei dir und dann kann ich dir ausführlich berichten wie unser Projekt abgelaufen ist.

Liebe Grüße
loewin

Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.