Thema: Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin

Eröffnet am 02.08.2021 um 07:48 Uhr

Fanta 02.08.2021 07:48

Guten Morgen ihr Lieben,

ich hoffe, dass dieses Thema hier passend ist, weil es nicht unbedingt um Schule geht, sondern um eine Ausbildung, in der Schule integriert ist.
Ich musste dieses Jahr im Januar meine Ausbildung als Erzieherin abbrechen, da es sich rumgesprochen hat, dass ich an einer Dissoziativen Identitätsstörung leide. Auch, dass ich keine Maske tragen kann aufgrund von Panikattacken war ein Nachteil für mich, sodass ich gekündigt wurde.

Jetzt ist es natürlich so, dass ich seitdem "nichts" mache. Dieses Schuljahr, welches jetzt kommt, werde ich ausschließlich für therapeutische Zwecke und Selbstheilung nutzen, um nächstes Schuljahr "stärker" zu sein.
Das Problem ist einfach, ich und auch kein anderer Mensch kann die aktuelle Lage einschätzen. Wir werden alle nicht wissen, ob die Coronamaßnahmen in einem Jahr noch da sind, oder nicht. Ich hoffe, dass die Maskenpflicht wegfällt, denn es ist mein Traumberuf, mit Menschen zu arbeiten und das kann ich auch sehr gut. Ich habe viele Vorkenntnisse und gute Noten in sozialen Fächern.

Ich habe mir überlegt 2022 im September mit der Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer anzufangen. Das ist die Vorstufe für den Heilerziehungspfleger. Der Unterschied ist, dass Letzteres eine leitende Position haben darf und mehr Aufgaben hat. Da ich nur die mittlere Reife habe, muss ich erst den Helfer, bzw. Assistent machen, was ja nicht schlimm ist!

Ich habe nur Angst von dem was kommt. Was ist, wenn ich wieder instabil werde? Was ist, wenn ich wegen meiner chronischen Gastritis, die ich bei Stress bekomme, wieder paar Tage fehle? Ich habe Angst, erneut nicht akzeptiert zu werden und was ist, wenn die Maskenpflicht noch da ist? Ich kann unmöglich die ganze Zeit "nichts" machen. Ich bin aktuell Freilernerin, was ich sehr gut kann, weil ich diszipliniert lerne, auch, wenn mir manche Themen nicht gefallen, aber das ist dann in MEINEM Tempo...

Ich habe vor so Vielem Angst, dass ich es nicht schaffe. Meine Therapeutin meinte gestern:
"Ihr werdet einen Beruf ausüben können, wenn Ihr Euch dazu entschließt, Eure Energie in Fortschritt zu stecken und nicht in die negativen Verhaltensmuster. Ich muss schon das Gefühl haben, dass Ihr etwas verändern wollt und an Euch arbeiten wollt."
Das ist ein Teil Ihrer E-Mail.

Und die Antwort unserer anderen Persönlichkeit war:
"Ich habe Angst vor dem Gedanken, loslassen zu müssen und ich habe ein Gedicht geschrieben, wie ich mich fühle und warum es nicht geht manchmal.... aus dem Negativen rauszukommen ist wie, als würde ich ersticken.... Ich will was verändern, aber irgendwas in uns, in mir verhindert das, oder macht es schlimmer..."

Das Problem bei uns ist manchmal echt, dass wir so sehr ins Negative fallen, sodass all das Positive auf der Welt wie an einer Glocke abprallt und keinen Zugang zu uns findet.

Okay, also, ich muss jetzt endlich mal zum Schluss kommen.

Auf jeden Fall würde es mich interessieren, ob ihr Ideen habt, wie ich es mir erleichtern könnte. Maske-Tragen-Üben haben wir öfters geübt, aber das Ergebnis davon ist:
- Hyperventilation
- Panikattacken
- Krankenhausaufenthalt
- Persönlichkeiten schalten sich ein, wollen sich umbringen
- Angstattacke
- Ohnmacht
- usw.

Danke, für eure Hilfe.

P. s. : Nein, ich möchte nicht irgendwie was anderes arbeiten, sondern wirklich diesen Beruf ausüben. Ich möchte Menschen helfen - also bitte nicht fragen, ob was anderes besser wäre. :)